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Im Jahre 1948 schloss man sich wieder zusammen. Da die Militärregierung keine Schützenfeste duldete, hielt die Schützengesellschaft, als Freiwillige Feuerwehr getarnt, ihr erstes Nachkriegsschützenfest ab. Die Neugründung des Vereins unter dem Namen „Bürgerschützenverein Menzelenerheide“ erfolgte am 23.12.1948. Da zu diesem Zeitpunkt wiederum Schusswaffenverbot herrschte, wurde wieder die Armbrust eingeführt, deren Gebrauch bis heute beibehalten wird. Erster Schützenkönig nach dem 2. Weltkrieg war Fritz Mohr mit der Königin Gertrud Angenendt. Leider sind das erste Protokollbuch und viele schriftliche Unterlagen nicht mehr vorhanden. Es können also die Jahre bis zum 75-jährigen im Jahre 1954 nur bruchstückhaft wiedergegeben werden. Im Jahre 1949 wurde der Spielmannszug Menzelenerheide gegründet. Der Spielmannszug Menzelenerheide begleitet uns, d.h. den Bürgerschützenverein seitdem bei allen Aktivitäten und wir sind dankbar, dass dieser Zusammenschluss von Spielern damals zustande gekommen ist. Ein Beispiel dafür, wie zur damaligen Zeit gefeiert wurde, sei das Jahr 1950: Ein „10“ Borde großes Zelt stand im Jahre 1950 westlich des Bahnhofes Menzelen-West. Das Programm sah wie folgt aus:

Sonntag, 01.10.1950 11.00 Uhr Frühschoppen und ab 16.00 Uhr Tanz
Montag, 02.10.1950

8.00 Uhr Abholen des vorjährigen Schützenkönigs durch den Schützenverein, anschließend Preis- und Vogelschiessen mit einer Armbrust auf der Wiese des Herrn Johann Kiwitt, Menzelen-West. Während des Schiessens Frühschoppen und Tanz im Zelte. Nach dem Schiessen geschlossener Rückmarsch des Vereins zum Festzelt. Gegen 16.00 Uhr wird das Königspaar vom Verein abgeholt, nachfolgend Ball.

Dienstag, 03.10.1950

Gegen 16.00 Uhr Umzug des Schützenvereins durch den Vereinsort Menzelen-West, Abholen des Königspaares. Im Anschluss daran Schützenball.

Festwirt war damals Gerhard Schmithüsen aus Menzelen-Ost. Im Jahre 1953 erfolgte die Erweiterung des Festzeltes auf 12 Borde. Das Jahr 1954 war wieder ein Jubiläumsjahr, d.h. das 75-jährige Vereinsjubiläum wurde gefeiert. Aus dem damaligen Jubiläumsheft sei Folgendes zitiert:

„(…) Die Vereinsfahnen und alle übrigen Vereinsutensilien sind im Verlaufe des 2. Weltkrieges restlos verloren gegangen, so dass auch in dieser Beziehung von vorne angefangen werden musste. Dank der tatkräftigen Mithilfe aller Mitglieder konnten jedoch in der Zwischenzeit sämtliche Gegenstände, insbesondere die Vereinsfahne und zwei Schwenkfahnen, wiederbeschafft werden.“

Es muss auch an dieser Stelle betont werden, dass sich in all den Jahren seit dem Bestehen des Schützenvereins immer wieder Mitglieder gefunden haben, welche sich uneigennützig für die Belange des Vereins eingesetzt haben und denen es zu danken ist, dass er in schweren Zeiten nicht untergegangen ist. Möge es immer so bleiben. Im Vorstand waren damals Jakob Feuchtinger (1. Vorsitzender), Peter Bosch (2. Vorsitzender), Friedrich Peters (Schriftführer), Peter Walbröhl (Schriftführer), Gerhard Tooten (Kassierer) sowie Franz Baumgärtner (Kassierer). Schützenkönig wurde im Jahre 1954 unser langjähriger, immer aktive Schütze Hubert Hackstein. Zur Königin nahm er sich Frau Doris Klümpen.

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