Im Oktober 1955 dankten der langjährige Präsident Jakob Feuchtinger und der Schriftführer Friedrich Peters aus Altersgründen ab. Peter Walbröhl wurde durch die Versammlung als neuer Präsident bestimmt sowie Erwin Thelen als Schriftführer. Es wurde weiterhin beschlossen, dass das Lokal des Wirtes Heinrich Morsch im Bahnhofsgebäude wieder zum Vereinslokal wurde. Am 25. September 1956 erfolgte die Einweihung des späteren Vereinslokals Heidekrug. Am 17. Febr. 1957 wurde im Lokal Gerhard Schmithüsen Karneval gefeiert. „Helau!!! Heikalisten Helau!!!“ war die Überschrift der Einladung. Mit Omnibussen wurde die Hin- und Rückfahrt organisiert. Im Jahre 1957 wurde der Schütze Johann Tooten zum Festwirt gewählt. Von nun an wurde das Festzelt auf dem Grundstück des Vereinslokales Heidekrug aufgestellt.

Am 07. Juli 1957 erfolgte die Einweihung des Schießsportstandes im Lokal Tooten. Der Kassenbestand betrug im Jahre 1957 sage und schreibe 498 DM. Natürlich ging es im Vereinsleben nicht immer harmonisch zu. So konnte man am 25. Okt. 1957 in der Zeitung lesen: „(…) Gleich vorweggenommen: die Tagung (Versammlung) endete in einer derartigen Missstimmung, wie sie wohl in der 78-jährigen Geschichte des Vereins noch nicht da war. Gleich zu Beginn der Versammlung wies Vorsitzender Walbröhl darauf hin, dass unter Punkt Verschiedenes nur denjenigen Mitgliedern das Wort erteilt würde, die sich bei Anfang der Versammlung melden würden. Da war es um die gute Stimmung schon geschehen.“ Auf einer außerordentlichen Versammlung am 27. Okt. 1957 wurde der Friede wieder hergestellt.

Im Jahre 1960 wurde das Projekt Ehrenmal an der Schulstraße unter dem damaligen Präsidenten Herrn Peter Walbröhl begonnen. Nachdem die Solvay -Werke der Gemeinde das Grundstück zur Verfügung gestellt hatten und die damalige Gemeinde Menzelen dem Verein eine finanzielle Unterstützung zusagte, war der Grundstock für den Bau dieser Stätte gelegt. Weitere Unterstützung erhielt der Bürgerschützenverein Menzelenerheide durch die Menzelener Bevölkerung und von Geschäftsleuten. Es konnte nach all diesen Vorarbeiten mit dem Bau des Ehrenmals begonnen werden. Die offizielle Einweihung war am 29. Sept. 1963. Die Reinigung des Ehrenmals hatte die damalige St. Michael Schule unter Leitung von Karl Raab übernommen. Auf der Versammlung am 18. Okt. 1964 stand die Wiederwahl des Präsidenten Peter Walbröhl auf der Tagesordnung.

Die Wiederwahl des Präsidenten erfolgte einstimmig durch Zuruf. Dann brachte der Antrag des neu gewählten Präsidenten Peter Walbröhl auf Umwandlung des Schützenvereins in eine Bruderschaft viel Unruhe ins Dorf. Mit der überwältigenden Mehrheit von 57 zu 6 Stimmen lehnten die Bürgerschützen auf einer Versammlung am 18. Oktober 1964 in geheimer Abstimmung dieses Ansinnen ab. 1965 wurde Fritz Ullenboom von der Versammlung als neuer Präsident gewählt, nachdem Peter Walbröhl das Amt abgegeben hatte. Im Februar des Jahres 1966 wurde auf der Versammlung einstimmig beschlossen, dass auch Mitglieder die außerhalb des Vereinsgebietes wohnen bzw. aus dem Vereinsgebiet wegziehen weiterhin Mitglied des Bürgerschützenvereins bleiben können. Bis zu diesem Zeitpunkt mussten alle Vereinsmitglieder aus dem Verein austreten wenn das Vereinsgebiet verlassen wurde. In einem Protokoll vom 20. Aug. 1966 ist zu lesen: „Es wurde vorgeschlagen, dass für das Königspaar ein PKW oder ein Ponywagen gestellt werden soll. Dem Hofstaat wird ein Anhänger mit Traktor von Herrn Giesen und Josef Peters zur Verfügung gestellt.“

Im Jahre 1967 erfolgte die Erhöhung des Beitrages von 10,00 DM auf 13,00 DM pro Jahr. Zum Thema Königsschuss gab es im Protokoll vom 15. Okt. 1967 noch folgende Anmerkung: „(…) Sollte sich jedoch keine Partnerin finden, kann man seine eigene Frau zur Königin nehmen.“ Diese Regelung haben wir nun in unserer Satzung fest verankert. Am 20. Okt. 1968 wurde auf der Versammlung beschlossen, den Verein in das Vereinsregister beim Amtsgericht eintragen zu lassen. Weiterhin wurde auf dieser Versammlung beschlossen, dass ein Festausschuss das 90-jährige Stiftungsfest vorbereiten sollte. Mitglieder dieses Ausschusses waren Heinz Hemmers, Helmut Heistermann, Fritz Löhle, Hans Schramm, Theo Hoppmann und Bernhard Kiwitt. Es wurde weiterhin in der Versammlung von Hermann Gubela angeregt, dass jeder Schütze einen Hut tragen sollte, da ja keine Uniform vorhanden war. Im Jahre 1969 wurde das 90-jährige Stiftungsfest etwas größer gefeiert als die üblichen Schützenfeste. König war der lange Jahre aktive Schütze Erwin Kempken, Königin war Margot Scholz. Das 12-Bord-Zelt stand, wie in den Jahren zuvor, am Vereinslokal Heidekrug. Nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes Johann wurde Marga Tooten unsere Festwirtin.

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