Im Lokalteil der Rheinischen Post erschien Ende Januar 2001 der folgende Artikel mit dem Titel „Aktive Jugendarbeit um eine alte Jolle“ von Beate Wyglenda.


Menzelen/Sonsbeck. Jugendarbeit – das ist ein Hauptanliegen des Bürgerschützenvereins Menzelenerheide. Um diese zu fördern, wurde eine stark überholungsbedürftige Segeljolle inklusive eines Trailers an die Jugendabteilung abgegeben. Die Jugendlichen wollen beides unter fachkundiger Leitung wieder fahrtüchtig machen. Anschließend können die Vereinsmitglieder damit einen Segel-Führerschein für Binnengewässer machen.

Jeden Samstag wird es nun immer etwas lauter, wenn die Mitglieder mit der Schleifmaschine anrücken. Anleitung bekommen die Jugendlichen dabei von der Firma Ingo Hußmann. „So können die Jugendlichen auch weitere Fertigkeiten erlernen“, erzählt Markus Tinnefeld, Pressesprecher des Bürgerschützenvereins. Doch neben dem Erwerb von Kenntnissen und Fähigkeiten steht insbesondere der Zusammenhalt der Gruppe im Vordergrund. „Die gemeinsame Arbeit an dem Projekt ist wichtiger als das Endprodukt“, so Tinnefeld.

Drei bis fünf Stunden pro Woche

Nach drei bis fünf Stunden Arbeit, die wöchentlich investiert werden, bleiben die Mitglieder noch zusammen, um gemütlich zu grillen. Bis März/April soll die Segeljolle schließlich einsatzbereit sein und in den Vereinsfarben erstrahlen. Dann beginnt der zweite Teil der Ausbildung, wobei die Mitglieder ihren Sportbootführerschein machen können. Wolfgang Heintz, Beisitzer für die Jugendarbeit im Verein und Betreuer des Projekts, erklärt das Gesamtkonzept: „Die Jugendarbeit besteht aus drei Säulen. Zurzeit arbeiten die Jugendlichen an der Renovierung des Bootes. Der nächste Schritt ist der Führerschein. Zuletzt können die Mitglieder die Jolle selbständig und eigenverantwortlich nutzen.“

Das RWE unterstützt

Um die aufwendige Erneuerung des Bootes finanzieren zu können, holte sich der Bürgerschützenverein Hilfe von der RWE Rhein-Ruhr AG. RWE führt seit 2006 das Projekt „Aktiv vor Ort“, das das soziale Engagement der Mitarbeiter unterstützt. Auch Christoph Rogmann, Mitarbeiter der RWE und Mitglied des Bürgerschützenvereins Menzelenerheide, hat sich um die Unterstützung bemüht. Somit erhält der Verein finanzielle Zuschüsse für Material und Zubehör. „Wir nehmen unsere Verantwortung wahr und bringen uns ein, wo Bedarf besteht“, sagt Brigitte Hintzen-Elders, RWE-Pressesprecherin.

INFO: Aktiv vor Ort

Seit 2006 unterstützt das RWE mit „Aktiv vor Ort“ allein am Niederrhein 150 Projekte, die sozial orientiert sind. Oft werden dabei Renovierungen oder Ausbauarbeiten in Kindergärten und Schulen unterstützt. Die Einrichtungen und Verein erhalten bis zu 2000 Euro finanzieller Hilfeleistung.

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