Der Bürgerschützenverein Menzelenerheide 1879 e.V. hatte die Bevölkerung für Ostersonntag zu einem symbolischen Osterfeuer am Schützenhaus „Am Wippött“ eingeladen und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sind dieser Einladung gefolgt.

Osterfeuer, die als Brauchtumsfeuer Teil unserer Kultur sind und nach alten Überlieferungen dazu dienten, den Winter zu vertreiben und durch den Schein des Feuers die Saat vor bösen Geistern zu schützen, wurden in den vergangenen Jahren oft als Entsorgungsfeuer missbraucht. Diese leidvolle Erfahrung hatten auch vor einigen Jahren die Mitglieder des Bürgerschützenvereins Menzelenerheide machen müssen als ihnen an der Feuerstelle von Unbekannten erhebliche Mengen Müll untergeschoben wurde. Nach kostspieliger Entsorgung dieses Mülls wurde daraufhin die Pflege dieses österlichen Brauchtums gänzlich eingestellt.

Die Aufgabe dieser alten Traditionspflege fand aber nicht bei allen Vereinsmitgliedern ungeteilte Zustimmung und so entstand der Gedanke, am Ostersonntag auf dem Schützenplatz in Menzelen-West so genannte „Schwedenfeuer“ zu entzünden.

Da aus kirchlicher Sicht das „Feuer“ die Auferstehung Jesu symbolisiert, ist es aus Sicht des Vereinsvorstandes zur Fortführung dieser Traditionsfeuer am Ostersonntag nicht unbedingt nötig, ganze Scheiterhaufen abzubrennen. Darüber hinaus kann mit dem Abbrennen von „Schwedenfeuern“ dem gestiegenen Umweltbewusstsein Rechnung getragen werden.

An den bis in die späten Abendstunden brennenden Baumstämmen konnten sich die zahlreichen Besucher bei frostigen Außentemperaturen noch lange aufwärmen. Die Jungschützen des Bürgerschützenvereins hatten ferner in hervorragender Form dafür gesorgt, dass auch das leibliche Wohl der Besucher bei dieser Veranstaltung nicht zu kurz kam und erhielten hierfür sehr viel Lob. Alles in allem eine gelungene Veranstaltung, die sicher einen dauerhaften Platz im Kalender des Bürgerschützenvereins einnehmen wird.

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